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Ökobilanz wird Pflicht: das GModG und der Zeitplan bis 2030

Am 28. Juli 2026 ist das Gebäudemodernisierungsgesetz verkündet worden — kein neues Gesetz neben dem Gebäudeenergiegesetz, sondern dessen Fortschreibung samt neuem Namen. Für Planende steckt die wichtigere Neuerung hinter dem Heizungsteil: Für Neubauten wird die Ökobilanz Pflicht — ab 1. Januar 2028 über 1.000 m² Nutzfläche, ab 1. Januar 2030 für alle. Gerechnet wird nach Anhang A der DIN SPEC 91606, das Ergebnis wird Teil des Energieausweises. Grenzwerte nennt das Gesetz noch nicht: gerechnet wird ab 2028.

Erste Rechenregeln der DIN SPEC 91606 übernommen

Bezugsfläche ist jetzt die Netto-Raumfläche, getrennt nach konditioniert und nicht konditioniert. Für Transport und Baustelle (A4–A5) sowie Rückbau und Transport (C1–C2) lassen sich die Pauschalwerte der SPEC zuschalten. Im Bestand rechnen erhaltene Bauteile ihre Ersatzzyklen aus der Restnutzungsdauer, der Abriss erscheint als eigene Zeile neben der Bilanz.

Datenbasis aktualisiert: ÖKOBAUDAT 2024-II

Der mitgelieferte Materialkatalog steht auf der ÖKOBAUDAT 2024-II — 535 von 713 Datensätzen sind aufgefrischt, inklusive nicht erneuerbarem Primärenergiebedarf (PENRT) und der Aufteilung des Lebensendes in Verwertung und Beseitigung (C3/C4).

Gebäuderessourcenpass in zwei Fassungen

Der Export enthält jetzt einen Gebäuderessourcenpass nach dem Muster der DGNB (v1.3): als vereinfachte Ein-Seiten-Fassung für den Entwurf und das Bauherrengespräch und als detaillierte Fassung mit Zirkularitätsindex und Datenqualitätsindex.

Schweizer Datenbasis aktualisiert: KBOB v9.0

Die SIA-Normbasis rechnet jetzt mit der aktuellen KBOB/ecobau-Liste 2022 v9.0 — inklusive überarbeiteter CO₂- und Energiewerte je Material.

QNG-Förder-Check, Ersatzzyklen und belegte Recycling-Quellen

Die CO₂-Kachel ordnet die Konstruktion gegen das QNG-Budget ein — als Näherung für Wohn-Neubauten auf deutscher Normbasis. Dazu rechnet das Tool Ersatzzyklen über die Nutzungsdauer mit (Modul B4), und jede Recyclingquote nennt ihre Quelle. Modul B4 lässt sich auch unter "Einstellungen" zu- oder abschalten.

Benchmarks eingeführt: die eigene Zahl einordnen

Ein eigener Reiter stellt das Ergebnis neben übliche Referenzwerte — DGNB-Stufen für die deutsche, SIA-Zielwerte für die Schweizer Normbasis. Alle Balken sind quellenbelegt, damit nachvollziehbar bleibt, wogegen verglichen wird.

IFC-Import überarbeitet: Erkennung, Schichtaufbauten, Dächer

Der Import erkennt Bauteile, Geschosse und Dachflächen und schlägt für Wände und Decken vollständige Schichtaufbauten vor. Ältere IFC-Projekte profitieren erst nach einem erneuten Import.

Bauteile löschen — und den Fehlgriff zurücknehmen

Bauteile lassen sich direkt im 3D-Modell entfernen, Strg+Z macht den Schritt rückgängig. Zusätzlich werden Modellkanten beim Import verschweißt, damit die Ansicht ruhiger wirkt.

ÖKOBAUDAT-Live-Suche im Editor

Neben der mitgelieferten Materialdatenbank lässt sich direkt in der kompletten ÖKOBAUDAT suchen und ein Datensatz ins Projekt übernehmen. Der Editor merkt sich die Zuordnung, damit derselbe Bauteilname beim nächsten Import gleich richtig liegt.

Die App spricht Deutsch, Französisch und Englisch

Oberfläche, Tooltips und Exporte stehen in drei Sprachen zur Verfügung — samt landesüblicher Zahlenschreibweise. Auch die KI antwortet in der eingestellten Sprache.